R3 - JOINT

ROPE-REINFORCED-RUBBER-JOINT

 

R3 - Joint?

R3 - Joint steht für Rope- Reinforced- Rubber- Joint und bedeutet einfach ausgedrückt, dass die Sicherungsleine im Kern des Gummigelenkes verläuft. Sollte das Gummigelenk irgendwann einmal das zeitliche segnen, so bleibt Board und Segel dennoch über die verbaute Aramidsehne (Kevlar) mit einer Bruchlast von ca. 200 kg sicher verbunden. Aufgrund der innen liegenden Führung der Sehne verhindert diese weiterhin ein Überdehnen des Gummigelenkes, wenn man sich beispielsweise bei einem Wellenwaschgang am Mast des Segels festkrallt. Weiterer Vorteil ist, dass es aufgrund der sehr kurzen Überlänge der Sehne von nur 5-10 mm gegenüber dem Gummigelenk nur vergleichsweise wenig Spiel gibt. Im Falle eines Bruchs bleibt die Funktion des Gelenkes besser erhalten, wodurch sich die Kontrollierbarkeit im Gegensatz zu außen liegenden Sicherungsleinen steigert.

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Kompartibilität?

Das R3 - Joint Gelenk fügt sich dem bestehenden Standard von Gummigelenken. Die groben Abmessungen betragen 42mm im Durchmesser bei ca. 58 mm Höhe und entsprechend damit den Abmessungen bestehender "Boge" Gummigelenke.

Gewindeoptionen:
 

M10 / M8
Die Gewindeoption M10 / 8 bedeutet, dass das Gummigelenk mit einem M10 sowie gegenüberliegend mit einem M8 Gewinde ausgestattet ist. Die M10 / M8 - Version wird in der Regel bei sogenannten 1- Bolzen Mastfußsystemen verwendet. Die S4LT 211 Base funktioniert zwar technisch gesehen anders als die Systeme der Konkurrenz nutzt jedoch ebenfalls die Version mit M10 / M8 Gewinde. Für das M10 Gewinde ist ein einteiliger M10 Europin vorgesehen. Das M8 Gewinde dient zur Aufnahme einer M8 Madenschaube. Zur Sicherung gegen herausdrehen werden sowohl der Europin als auch die Madenschraube mit z.B. grünem Loctite oder vergleichbaren Produkten dauerhaft verklebt.

M10 / M10 (in Planung):
Die Gewindeoption M10 / M10 bedeutet, dass das Gummigelenk beidseitig mit M10 Gewinden ausgestattet ist. Verwendet wird diese Option in der Regel für sogenannte 2- Bolzen Mastfußsysteme. Das bedeutet, dass eine Mastfußplatte mittels 2 Bolzen / Schrauben mit der Mastschiene verschraubt wird. Die Mastfußplatte verfügt in der Regel über eine Aufnahme der aufwendig konstruierten Fassung des Gummigelenkes, welche über eine M10 Schraube mit dem Gummigelenk verbunden wird.

Besonderheit:
Die 211 Base ist in seiner patentierten Konstruktionsart einzigartig. Die Verbindung der Mastfußplatte mit dem Gummigelenk wird hierbei über eine Verschraubung hergestellt, für welche der R3 - Joint spezielle designt wurde. Das bedeutet, dass für die 211 Base nur R3- Jointgelenke verwendet werden können. Andersherum ist das R3- Jointgelenk jedoch Kompatibel zu anderen Mastfußsystemen mit Gummigelenk anderer Hersteller.

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Gummigelenk gleich Tendon?

Bitte beachten Sie, dass ein sogenanntes Tendongelenk nicht mit einem Gummigelenk zu vergleichen ist. Es handelt sich hierbei um unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen! Eins vorweg, ein Tendongelenk kann nicht für ein Mastfußsystem mit Gummigelenk verwendet werden. Umgekehrt funktioniert dies genauso wenig!

Tendon vs Gummigelenk:
Mastfußsystem mit Tendongelenk sind denen herkömmlicher Mastfußsysteme mit Gummigelenken in ihrer Bauhöhe überlegen. Dies bedeutet, dass die Aufbauhöhe des Mastfusses um bis zu 20 mm niedriger ist. Dies bedeutet, dass die Gabel somit bei gleicher Performance 20 mm niedriger angeschlagen werden kann. Anders ausgedrückt bedeutet es, dass der Surfer bei für ihn gleicher Höheneinstellung die Gabel 20 mm höher anschlagen kann, wodurch sich die auskragende Länge des Mastes über den Gabelbaum hinaus verkürzt. Der Flex im Mast über der Gabel wird also reduziert, wodurch sich die Segelperformance erhöht. 

Ein weiterer Vorteil des Tendongelenkes ist sein deutlich niedrigeres Gewicht, dass auf seine schmale Bauweise zurückzuführen ist. Hiermit geht jedoch der maßgebende Nachteil zum Gummigelenk einher, denn das Tendongelenk ist deutlich härter bei einer sehr geringen Aufstandsfläche, was zu einer ungedämpften Kraftübertragung führt. Bei harten Bump- und Jump Bedingungen sollte deshalb stets zu einem Mastfuß mit Gummigelenk gegriffen werden.

Ausnahme
Die 211 Base hingegen schafft den Spagat, sodass es die Vorzüge beider Systeme vereint!
siehe hierzu:
211 Base

Material
Hochbelastbare schwarz eloxierte T6 Aluminium Gewindeaufnahme verbunden durch hochflexibles Aramidseil mit einer Bruchlast von ca. 200 Kg. Metallgewinde im Spritzgußverfahren mit PA6 (Polyamid) Kunststoff ummantelt. Gummiummantelung aus EDPM.